Sebastian Sturm – Get Up & Get Going
Ein herrliche Gitarrenmelodie eröffnet die ersten paar Takte des neue Sebastian Sturm Albums “Get Up & Get Going” und dem ersten Track “Get Going”. Diesmal hat er sich mit der Exile Airline Band zusammengetan, ein Kollektiv aus neuen Weggefährten wie aus alten Bekannten. Aus dem Pressetext geht hervor, es sei für den Protagonisten wie ein Neuanfang, zum einen hat der 30-Jährige einen Labelwechsel zu verzeichnen, zum anderen eben die neue Bandstruktur, die die musikalische Basis Sebastian Sturm`s maßgeblich beeinflusst!
Nach 5 Jahren heisst es ByeBye Jin-Jin, welcome Exile Airline!
Musikalisch gesehen, bzw. gehört, hat “Get Up & Get Going” aber kein neues Bild auf den Aachener geworfen. Das musikalische Konstrukt bildet weiterhin Roots Reggae der 70er Jahre, dazu frische Melodien und ausgereifte Lyrics.
Und so werden wir von Anfang an von einem guten Gefühl beim Hören der Platte und Zuhören Sebastian Sturm`s begleitet. Eine warme vordergründige Gitarre macht dabei den Opener “Get Going” aus.
Gleich im Anschluss die zweite Single des Albums “Responsibility” was zumindest in musikalischer Hinsicht ganz andere Wege geht. Der Song klingt moderner, verzichtet auf die Akustik Gitarre und bedient sich elektronischer Elemente.
Voller Elan steigt sich Sebastian Sturm dann bei “Don`t Look Back” ein. Das Album bekommt Tempo.
Mit seinem vordergründigen Piano wird “Never Been As Sad” für mich ein weiterer Anspieltipp. Seiner Energie verleiht Sebastian Sturm dann in “Burn The Money” ausdruck. Man darf auf die Live Show gespannt sein!
Ernster wird Sebastian Sturm dann auf “It`s Not Just”, bevor es danach wieder träumerischer wird mit “Movin Away”. Gefolgt von “Faith”, bei dem es ähnlich akustisch bleibt wie bereits auf “Get Going” – sicher der emotionalste Song des Albums auf dem auch die Stimme von Sebastian Sturm eine ganz andere Magie bekommt.
Musikalisch weiß die Band auch auf anderen Pfaden zu gehen – was sie mit “Life Was A Bubble” zum Ausdruck bringt. “Upside Down” führt diesen Eindruck fort und bestätigt sich in der Mundharmonika, schade, dass sie lediglich den Track einläutet und dann verschwindet.
Abschluss findet “Get Up & Get Going” dann mit “Tear Down The Walls”, was sich einreiht in die Stimmung und das Tempo des Albums. Für Sebastian Sturm und Exile Airline sicher eine ganz besondere Erfahrung: Der Song featured Kiddus I, dem 73-jährigen Reggae Veteran von Jamaika. Gewidmet wurde der Song seiner Tochter.
Sebastian Sturm stellt uns mit Exile Airline wieder einmal unter Beweis, dass 1. Roots Reggae aus Deutschland zu beachtlichem Output kommen kann und 2. die Musikalität und inhaltliche Qualität dieses Werks sich auf den europäischen Bühnen zurecht feiern lassen darf.
JDH






