Fiva – Die Stadt Gehört Wieder Mir

Fiva – Die Stadt Gehört Wieder Mir

Kurz nach Weihnachten machte sich die Meldung eines neuen Fiva Albums breit. Dass der Titel bereits diese breite Ansage hervorbringt, hätte wohl niemand gedacht – “Die Stadt Gehört Wieder Mir“! Da ist jemand, wie man sieht, zurück!

Mit neuem musikalischen Background und einer gewohnt erzählerischen Grundhaltung macht sich die Münchnerin mit ihrem vierten Studioalbum “Die Stadt Gehört Wieder Mir” und dem Phantom Orchester auf den Weg in die Plattenläden.
Hinter dem interessanten und vielversprechenden Künstlernamen Fiva & Das Phantom Orchester verbergen sich neben der Moderatorin und Rapperin Fiva auch der Bassist der Sportfreunde Stiller, Rüdiger Linhof, sowie der Münchner Musiker Paul Reno.
CD Cover und Pressefotos – Fiva hält sich fern und überlässt den Instrumenten den Vorrang. Auf dem Album schlägt sich auf den zehn Tracks ein ähnlicher Eindruck nieder. Mit “Dein Lächeln” liefert Fiva einen warmen Song, der über eine Spielzeit von mehr als fünf Minuten unter die Haut geht, dabei aber über die Hälfte hinweg ohne Spoken Word bzw. Rap auskommt.

Inhaltlich wirft Fiva zu Beginn den Inhalt einer zwischenmenschlichen Beziehung in den Raum. “Farben” handelt von Liebe und Erfüllung, “fivarisch” in Bildern gesprochen. Anschließend nimmt das Album mit dem Titeltrack sowie “Zeitloopen” ordentlich Fahrt auf. Enthält Letzterer noch orchestrale Boombab Elemente, geht es mit “Glotz Nicht” in Richtung Synthie-Rock. Auch dem Track “Muli Oder Mensch” ist der vordergründige Synthesizer nicht abzusprechen. Außerdem kommt hier ein gewisser 80er Jahre Charakter zum Vorschein. Auch der letzten Track des Albums “Raus Hier” kommt diesem Eindruck nach.
“Liebe Ist Kunst” geht musikalisch kurz vor Ende nochmal in eine andere Richtung. Gibt es eine Ballade auf “Die Stadt Gehört Wieder Mir”, dann ist es dieser Track.

Es freut uns von Fiva wieder zu hören. Es bleibt abzuwarten, wie es sich live anfühlt. Die Fiva mit lediglich zwei Turntables und DJ Radrum bzw. DJ Phekt hat die Messlatte hoch gelegt. Aber warum nicht!
Fiva hat es definitiv geschafft frisch zu sein. Sie hat sich zwar vom Rap gelöst, ihn aber auf dem vorliegenden Album nicht minder gekonnt miteinbezogen. Musikalisch ohne Zweifel sehr abwechslungsreich und ihren Horizont erweiternd!

JDH