B-Doub – Food For Thought

B-Doub – Food For Thought

„Cradle To The Grave“ dürfte den meisten Raphörern ein sehr wohl bekannter Ausdruck sein. Er steht als Songtitel mitunter für eines der besten Rapalben in der Geschichte des HipHop. Aufmerksamen und interessierten Headz der heimischen HipHop Szene fällt hierzu aber außerdem ein Lager aus Duisburg ein.

Genau aus diesem Umfeld stammt B-Doub, ein Produzent, der schon 2007 ordentlich Aufmerksamkeit für seine Free Download EP „Gut Ding Hat Weile“ verdient hätte.

Heute releast er mit „Food For Thought“ sein erstes Album und vereint darauf die amerikanische Untergrundszene. Mit dabei sind Oddisee, Othello, El Da Sensei, 1773, Punchline und Wildchild (EMC), The Good People, AG und Edo G, Craig G, Reks, Sadat X, Maylay Sparks, L.E.G.A.C.Y, Access Immortal, MC Eiht, King T, Internat Quest, Keith Murray und Nomis.

Eine gelungene Abwechslung steht uns also bevor! Es ist sicher nicht einfach unter all diesen namhaften Größen die Hauptperson zu bleiben. B-Doub meistert das souverän und lässt den Hörer nicht vergessen, warum sich alle hier zusammen gefunden haben. Die Beats als Ausgangpunkt, die Musik der rote Faden. Eins A Produktionen überzeugen und geben die Gewissheit, dass es letzten Endes musikalische und nicht nur finanzielle Gründe sind, warum amerikanische Rapkünstler mehr und mehr auf die europäischen Ressourcen und Fähigkeiten zurückgreifen. Wer kann schon von sich behaupten einem Edo G die musikalische Grundlage für ein paar Zeilen über die „Four Seasons“ des HipHops gegeben zu haben – B-Doub mit dem Track „I Got The Wildstyle“. Auch wenn man ehrlich sagen muss, dass man sich gegen Ende des Edo G Parts qualitativ hochwertigere Texte des Bostoner MCs gewünscht hätte. Dafür kommt man gleich zwei Minuten später umso mehr auf seinen Kosten, hört man das Ausnahmetalent Reks „You Gotta Catch Us on Your Focus“ aus den Lautsprechern rappen.

Für 2010 bleibt dieses Gedankenfutter eines der interessantesten Alben nationalen und internationalen B-Doub (aber auch A-Biz) ist diesem Album viel Lob zuzusprechen. Go on!

JDH